Bernd Lucke, Konrad Adam und Frauke Petry in Berlin als Sprecher der AfD Alternative für Deutschland gewählt

Beim Gründungsparteitag der neue Partei Alternative für Deutschland AfD sind Bernd Lucke, Konrad Adam und Frauke Petry als Sprecher in Berlin gewählt worden. Die neue Partei hat derzeit etwa 7.500 Mitglieder und wird zur Bundestagswahl am 22. September auftreten.




Im Tagungssaal des Hotels Intercontinental Berlin waren knapp 1500 AfD-Mitglieder versammelt. Das Wahlprogramm umfasst acht Hauptpunkte. Den größten Platz nimmt die Europäische Währungspolitik ein. Die "Alternative für Deutschland AfD trete ein, für eine geordnete Auflösung des Euro-Währungsgebiets. Während seiner Rede ruft Bernd Lucke aus: "Wenn der Euro scheitert, dann scheitert doch nicht Europa. Dann scheitert vor allem Angela Merkel." "Jetzt ist die Zeit reif", rief Bernd Lucke vor den AfD Anhängern. Er bezeichnete die AfD als Partei neuen Typs, die weder links noch rechts sei und keinen ideologischen Wegweiser brauche. Auf dem Parteitag wollte sich die AfD von rechtsextremen und  ausländerfeindlichen Positionen abgrenzen.




"Deutschland braucht den Euro nicht", heißt es in dem Parteiprogramm, "anderen Ländern schadet er". Die Europäische Union dürfe keine Transferunion werden, Gesetzgebungskompetenzen müssten an die nationalen Parlamente zurückgegeben werden. Euro Bonds sollte es nie geben. Bernd Lucke warf in seiner Rede allen Bundestagsabgeordneten vor, sie seien nur Erfüllungsgehilfen der Regierung. "Wir wollen die eklatante Verletzung demokratischer, rechtsstaatlicher und ökonomischer Grundsätze stoppen." Die Euro-Rettung sei ein komplettes Desaster. Der neue Parteisprecher fügte hinzu: "Den Euro-Block-Parteien geht es darum, sich über den Wahltag zu retten. Danach kommt dann der Zahltag." Den Europäischen Stabilitätsmechanismus kritisierte Bernd Lucke als institutionalisierten Rechtsbruch.



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