Christian Schmidt, bislang Vorsitzender der Freien Wähler Berlin, ist Anfang dieser Woche aus seiner Partei ausgetreten und wechselte jetzt zur "Alternative für Deutschland AfD". Neben Schmidt haben noch 30 weitere Freie Wähler ihrer Partei den Rücken gekehrt und sich der Alternative für Deutschland angeschlossen. Dazu gehören unter anderem die Vorstandsmitglieder Frank-Christian Hansel und Karl Friedrich Weiland. "Diese Entscheidung ist uns allen nicht leicht gefallen. Wir haben in den vergangenen vier Jahren mit viel persönlichem Einsatz Aufbauarbeit in Berlin geleistet", erklärt Christian Schmidt "Außerdem waren bereits die Landesliste sowie die Direktkandidaten für alle Berliner Wahlbezirke für die im Herbst anstehende Bundestagswahl aufgestellt."
"Viele engagierte Mitglieder traten besonders im letzten Jahr den Freien Wählern bei, aus Sorge um das sich abzeichnende Chaos ausgehend von der falschen Europolitik", sagt Schmidt. Daher hatte man auch die Zusammenarbeit mit der Wahlalternative 2013 und jetzt mit der Alternative für Deutschland gesucht. "Leider sind wir in unseren Bemühungen, die Parteispitze der Freien Wähler zu einer Zusammenarbeit mit der Alternative für Deutschland zu bewegen, gescheitert", bedauert Schmidt. "Mir und den meisten unserer Berliner Mitglieder geht es vor allem um die Sache, und so war ein Übertritt als Konsequenz dann unvermeidlich, auch wenn wir aus Loyalitätsgründen lange zögerten." Aber die Position zum Euro sei bei der Alternative für Deutschland weit klarer als bei den Freien Wählern. "Die Freien Wähler vertreten bei dieser Frage und auch beim Thema Demokratiereform eine zu unverbindliche und vage Position", betont Schmidt. "Die Alternative für Deutschland vertritt hier eine weitaus nachhaltigere Position."
"Wir begrüßen den Übertritt als Konsolidierung der euroskeptischen Kräfte in Deutschland", erklärt Prof. Bernd Lucke, Sprecher der Alternative für Deutschland, und erneuert seine Einladung an die Freien Wähler, sich der Alternative für Deutschland anzuschließen.
