Peer Steinbrück hat beim Bundesparteitag der SPD in Augsburg am 14. April das Wahlziel der SPD bekräftigt, die schwarz-gelbe Bundesregierung im Herbst durch Rot-Grün abzulösen. "Ich will Kanzler der Bundesrepublik Deutschland werden", sagte Steinbrück auf dem Sonderparteitag. Für diesen zu Beginn seiner Rede formulierten Anspruch gab es von den über Delegierten stehenden Applaus. Kanzler zu werden sei nicht allein für ihn wichtig, sagte Steinbrück - sondern er wolle in Deutschland "einiges wieder ins Lot" bringen.
Peer Steinbrück beschwor auch den Zusammenhalt der SPD bei dem angestrebten Regierungswechsel: "Das schaffen wir nur gemeinsam." Er bedankte sich unter Anspielung auf seinen holprigen Start als Kanzlerkandidat für den Rückhalt in der SPD. Das sei "bewundernswert und nicht immer leicht" gewesen. „Das WIR entscheidet“ - Bundeswahl-Slogan der SPD ist umstritten, da bereits von einer privaten Leiharbeit-Firma seit langem in Benutzung. In zwei Zeitungen schaffte es die Slogan-Panne auf die erste Seite. Die „Tageszeitung“ titelte voller Häme: „Zu blöd zum Googeln“ – mit Verweis darauf, dass man die Existenz des Slogans ja vorher hätte prüfen können. Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ schrieb es wie gewohnt nicht ganz so krass, sondern zeigte auf dem Titel vom Donnerstag 11. April ein Hula-Mädchen am Strand von Hawaii sitzend, darüber stand: „Es gibt kein Wir auf Hawaii“, in Anlehnung an Paul Kuhns Klassiker „Es gibt kein Bier auf Hawaii“.
